10 Jahre JuPhKa – in diesem Zeichen stand das diesjährige Märzprojekt. Und was war das für ein Projekt! Am Ende einer intensiven Woche ging es für die Junge Philharmonie Karlsruhe zum ersten Mal ins Ausland. Nach einem tollen Konzert im Züricher Neumünster fand zum Abschluss das große Jubiläumskonzert in der Lutherkirche in Karlsruhe statt. Was sonst alles in dieser Woche los war, erfahrt ihr hier…

Gruppenfoto des Orchesters vor dem Neumünster in Zürich © Michael Fütterer

Der Startschuss fiel am Freitag Abend. Vorfreude machte sich breit am Vorabend der ersten Probe, der schon fast traditionell zum gegenseitigen Kennenlernen und alte Bekannte Wiedersehen reserviert ist. Über 50 Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland und sogar aus Spanien reisten nach Karlsruhe, um beim Jubiläumskonzert der JuPhKa mitzuspielen.

Das Programm

Solistin Anna-Victoria Baltrusch in der Lutherkirche © Harald Sinot

Zum Jubiläum musste es „groß“ werden. Was liegt da näher, als Franz Schuberts „große“ Sinfonie C-Dur D 944? Diesem Werk stand das Orgelkonzert op. 100 a-Moll des italienischen Romantikers Marco Enrico Bossi gegenüber. Mit der ARD-Preisträgerin Anna-Victoria Baltrusch konnten wir eine fantastische Solistin gewinnen.

Dirigent Georg Köhler bei der Probenarbeit © Daniel Bollinger

Besonders gefreut haben wir uns über ein altbekanntes Gesicht: Georg Köhler kam anfänglich als Hornist zu JuPhKa, engagierte sich in der Organisation des Orchesters und dirigierte es bereits einige Male. Die Zusammenarbeit und die Musik mit Georg haben uns sehr großen Spaß gemacht!

Zu Besuch in der Probe

Als Probenraum stand uns die Mensa des Heisenberg Gymnasiums zur Verfügung (herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle).

Die JuPhKa ist kein Orchester, dass nur für sich selbst probt. So waren am Montag Schüler des Heisenberg Gymnasiums in der Probe und durften Orchester und Dirigent Georg Köhler bei der Arbeit zuschauen und -hören. Im Anschluss war Zeit für die zahlreichen Fragen der Fünftklässler, die im Orchester mitunter für Erheiterung sorgten (als etwa Georg Köhler auf die Frage, ob dirigieren schwierig sei, antwortete, das könne eigentlich jeder).

Am Dienstag kam dann gleich wieder Besuch, diesmal von den Sozialpädagogischen Wohngemeinschaften Karlsruhe. Fünf mehrfach körperlich behinderte Kinder saßen für etwa eine Stunde im Orchester, was für alle Beteiligten eine großartige Erfahrung war. (Siehe hierzu auch den Artikel aus den Badischen Neuesten Nachrichten vom 28.3.2019.) Außerdem veröffentlichte während der Projektwoche der Karlsruhe Blog einen ausführlichen Beitrag über uns.

Abseits der Musik…

Bei so viel Musik braucht man in der Freizeit natürlich angemessenen Ausgleich. Bei traumhaftem Wetter konnten die Besucher die Fächerstadt entdecken oder abends die Bars erkunden. Auf dem Programm stand der (fast schon traditionelle) Abend im Studentischen Kulturkaffe AKK, wo wir einen Abend lang den Thekendienst übernommen haben sowie eine Führung durch die Brauerei Hoepfner.

Und dann wurde es ernst:

Das Konzert geht los © Michael Fütterer

Freitag Morgen waren pünktlich alle Pauken, Bässe und Celli im Transporter verladen, das Orchester war abfahrbereit im Bus und es ging los auf die erste Auslandsreise der JuPhKa. Nach ein paar Stunden Fahrt kamen wir am schönen Züricher Neumünster an. Nach einer kurzen Probe in der Kirche nutzten die Orchestermitglieder den Nachmittag, um das gute Wetter am Züricher See zu genießen. Mit von der Sonne leicht geröteten Gesichtern fand am Abend das Konzert statt, das mit langanhaltendem Applaus gewürdigt wurde.

Freude beim Schubert in der Lutherkirche © Harald Sinot

Und am Samstag ging es in Karlsruhe mit dem Konzert in der gut besuchten Lutherkirche weiter. Es war ein Abend voller Spielfreude, an den wahrscheinlich alle gerne zurückdenken. Auch die Badischen Neuesten Nachrichten waren wieder vor Ort und berichteten in der Ausgabe vom 1.4.2019 über „ein weiteres hervorragendes Orchester in der Fächerstadt“.

Danke!

So ein großes Projekt funktioniert natürlich nicht ohne zahlreiche Unterstützer und Helfer. Hier seien nochmals unsere Sponsoren genannt: das Kulturbüro der Stadt Karlsruhe, die Landesbank Baden-Württemberg, die Riemschneider Stiftung, die Stadt Zürich, die reformierte Kirche Zürich und die Musikkirche Neumünster. Wir sind jedoch nicht nur auf Einzelspenden der Stiftungen angewiesen, sondern auch auf die regelmäßigen Beiträge unserer Fördermitglieder (weitere Infos dazu gibt es hier).

Außerdem bedanken wir uns bei unserer tollen Solistin Anna-Victoria Baltrusch, die viel Energie in die Zürichreise gesteckt hat und bei unserem Dirigenten Georg Köhler, der sich im Lauf der Jahre für die JuPhKa unersetzlich gemacht hat.

Zu guter letzt gilt unser Dank natürlich allen jungen Musikerinnen und Musikern, die sich bei uns engagieren und mitspielen. Ohne euch könnte es ein Orchester wie die JuPhKa nicht geben!