Portrait Florian Hille

Florian Hille

Steckbrief

      Benjamin Scheuer

      Benjamin Scheuer (*1987) studiert im Aufbaustudium Komposition an der HfM Karlsruhe bei Wolfgang Rihm. Außerdem erhielt er an der HfM Lübeck im Jungstudium bei Dieter Mack, im Diplomstudiengang an der HfMT Hamburg bei Fredrik Schwenk sowie am CNSMD de Lyon bei Robert Pascal Unterricht.

      Sein bereits umfangreiches Schaffen umfasst nahezu alle Gattungen von Vokalmusik über Kammermusik bis hin zu Orchesterwerken. Schon im Jahr 2003 wurde er in der Hamburger Jugendmusikschule in einem Porträtkonzert vorgestellt. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Suche nach klaren musikalischen Formkonzepten und den humorvollen und theatralischen Elementen des Musizierens. So schrieb er mehrere Musiktheaterstücke, wie das 2005 uraufgeführte „Figlioli corsi“ und die szenische Kantate „Autobus S“, die im April 2011 im Forum der HfMT Hamburg aus der Taufe gehoben wurde. Auch seine Instrumentalwerke weisen oft szenische Elemente oder einen engen Literaturbezug auf, so unter anderem der inszenierte Konzertabend „Theater der Affekte“ (2011). In den Jahren 2010 und 2011 war er Stipendiat des „Opera Writing Programme“ der Britten and Pears-Foundation (England).

      Seine Kompositionen wurden auf diversen nationalen und internationalen Festivals aufgeführt, wie den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, bei denen er 2009 composer in residence war, dem Heidelberger Frühling (2010), dem Young Composers Meeting Apeldoorn (2007, 2011), auf einer China-Tournee des Ensemble 21 der HfMT Hamburg (2009), den ISCM World New Music Days in Sydney (2010) und bei „It’s oh so choir“ der AGEC in Brüssel (2010). Bei einem Workshop des „June in Buffalo“ (USA, Arditti-Quartett) und beim Internationalen Komponistentreffen in Mazsalaca (Lettland, ReDo-Quartett) wurden Kompositionen für Streichquartett erarbeitet. Die „Montagen“ wurden im Mai 2011 vom Orchester des Saarländischen Rundfunks unter der Leitung von Johannes Kalitzke uraufgeführt.

      In der AWD-Arena Hannover präsentierten über 600 Musiker das Auftragswerk „Zeit-Raum“ im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage.

      Mit seinem Bläserquintett „Nachklänge“ gewann er den Deutschen Musikwettbewerb Komposition 2011. Außerdem wurde er mit diversen weiteren Preisen ausgezeichnet, wie dem 1. Preis des internationalen Kompositionswettbewerbs „Alphorn in Concert“ (Schweiz, 2006). Im November 2011 erhält er den mit 10.000 Euro dotierten Krista und Rüdiger Warnke Förderpreis.

      Seit 2009 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

      Benjamin Scheuer ist Gründungsmitglied des „Musiker ohne Grenzen e.V.“. Im August 2008, 2009 und 2011 fuhr er nach Guayaquil, Ecuador, wo er in einem sozialen Brennpunkt lebte und ehrenamtlich Musikunterricht gab.

        • Location: Karlsruhe
        • Website: Link

        Marie-Pierre Roy

        Die französische Sopranistin Marie-Pierre Roy wurde in Dijon geboren. Am dortigen Konservatorium erhielt sie ihre erste musikalische Ausbildung. An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart führte sie ihre Studien weiter und schloss 2012 bei Prof. Francisco Araiza ihr Bachelor für Gesang und Pädagogik mit Nebenfach Violine erfolgreich ab. Seitdem studiert sie an der Opernschule Stuttgart bei Bernhard Gärtner. Während ihres Studiums nahm sie außerdem an zahlreichen Meisterkursen u.a. bei Pof. Dunja Vejzovic, Shirley Close, Malcolm Walker und Georg Nigl teil. Weitere musikalische Impulse erhielt sie u.a. bei Eberhardt Leuser, Thomas Seyboldt, Angelika Luz, Mauro Guindani, Nikolas Kok und Stefan Schreiber.

        Ihr solistisches Repertoire reicht vom frühen Barock bis in die Moderne und umfasst sämtliche Genre. Darunter finden sich u.a. Werke wie die Johannespassion, das Weihnachtsoratorium oder das Magnificat von J. S. Bach, Dvoraks Stabat mater, Mozarts Requiem, Mendelssohns Elias, Verdis Requiem, aber auch unbekanntere Werke wie Susanna von Georg Friedrich Händel und mehrere Uraufführungen. Auf der Bühne verkörperte sie Nanetta (Falstaff), Marzelline (Fidelio), Rosina (Barbiere di Siviglia) und eine von den drei Frauen in Die Botschaft der verstorbenen Frau Trussova von György Kurtág.

        Ein weiteres Anliegen der Sopranistin ist die Arbeit in verschiedenen Ensembles. In der Oper war sie bereits an der Opéra de Dijon, am Staatstheater Stuttgart und am Theater Pforzheim zu erleben. Oratorische Werke erarbeitete sie u.a. mit dem Solistenensemble Stimmkunst unter Kay Johannsen, dem Württembergischen Kammerchor unter Prof. Dieter Kurz und dem Ensemble Les traversées Baroque. Im Choeur National des Jeunes und dem Ensemble Cantus de Tempore stand vor allem das Repertoire des a-capella Gesangs im Vordergrund.

        Anstehende Projekte führen Marie-Pierre Roy im April diesen Jahres zu einer Johannespassion nach Offenburg, im Mai zu einer Orchestertournee mit Opernarien- und Duetten nach Frankreich und Deutschland, im Juni zu einer Opernproduktion Expedition Mozart nach Stuttgart und im August zu einer Konzertreise nach Tunesien und Deutschland mit Beethovens 9. Sinfonie unter der Leitung von Markus Stenz. 2015 wird sie auf die Bühne des Theaters Chemnitz die Rolle der Eva in Paradise reloaded von Peter Eövtvös interpretieren,, und in dem Stuttgarter Kammertheater die Sopran Partie in Into the little Hill von George Benjamin

        Zudem ist im Februar 2014 ihre erste CD-Produktion bei Carus erschienen mit Kantaten von G.A. Homilius unter der Leitung von Rainer Johannes Homburg

            Georg Köhler

            Georg Köhler ist international als Opern- Ballett- und Konzertdirigent tätig. Aktuelle Highlights sind unter anderem ein Debut beim Tonhalle Orchester Zürich als 3.Dirigent in Charles Ives‘ 4. Sinfonie neben Kent Nagano, sowie die Wiedereinladungen zum Thessaloniki State Symphony Orchestra für eine Konzertserie mit Holsts The Planets. Darüber hinaus wird Köhler mehrfach ans Theater Basel zurückkehren, wo er Vorstellungen des Balletts Snow White dirigieren und als musikalischer Assistent die Produktion von Luigi Nonos Al gran sole carico d’amore begleiten wird.

            Seit 2016 leitete Georg Köhler Wiederaufnahmen von Hänsel und Gretel am Theater Meiningen und I Pagliacci an der Oper Pilsen (CZ),dirigierte Vorstellungen von Madama Butterfly, La Traviata und Die Zauberflöte in Pilsen und Teplice (CZ) und Die Formel (UA, T. Rasch) am Konzert Theater Bern. Ebenda leitet er seit 2014 regelmäßig Familien- und Schulkonzerte, darunter Der Schellenursli (UA, N. F. Hoffmann) und zuletzt im Oktober 2018 Peter und der Wolf. Darüber hinaus dirigierte er 2012 Vorstellungen von The Turn of the Screw an der Stuttgarter Opernschule.

            Musikalische Assistenzen führten Georg Köhler mehrfach zum Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen (JPON) und zur Jungen Deutschen Philharmonie, deren Leitung er auch 2014 im Rahmen eines Education-Projekts im Stuttgarter Theaterhaus übernahm.

            Die Teilnahme an Wettbewerben und Meisterkursen ermöglichten Köhler die Gelegenheit mit Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Musikkollegium Winterthur, dem Gstaad Festival Orchester und den Stuttgarter Philharmonikern zusammenzuarbeiten.

            Georg Köhler studierte Dirigieren an den Musikhochschulen Stuttgart und Zürich, wo er seine Ausbildung in der Klasse von Prof. Johannes Schlaefli im Sommer 2017 „mit Auszeichnung“ abschloss. Aktive Teilnahme an Meisterkursen bei renommierten Dirigenten wie David Zinman, Bernard Haitink, Jaap van Zweden und Esa-Pekka Salonen ergänzen seine Ausbildung.

            Für die JuPhKa und fungiert er als künstlerischer Berater, nachdem er das Orchester zwischen 2012 und 2019 mehrfach dirigiert hat.

              • Location: Zürich